Biographie

Name:              Beate Zäch

Geboren:          31.03.1960

Beruf:               Automationsbeauftragte bei der Deutschen Post AG beim Briefzentrum Göppingen

Nebenberufliche künstlerische Tätigkeit, momentan Malerei

Als Kind eines Handwerkerehepaars – Mutter Näherin, Vater Schreiner habe ich schon im Kindesalter begonnen, aus Holz oder Stoff irgendwelche Werkstücke zu fertigen.

In der Schule hat mir allerdings der Handarbeitsunterricht und der Kunstunterricht überhaupt keinen Spaß gemacht. Es war alles so streng vorgezeigt und eigene Kreativität wurde nicht zugelassen. So habe ich erst lange nach der Schulzeit wieder zur kreativen Tätigkeit gefunden.

Das erste Feld in dem ich mich austobte, war die Keramik. So ging ich jahrelang in eine freie Töpfergruppe.

1985 wurde mein erster Sohn geboren und die Keramik wurde nebensächlich.

Erst ca. 1990 fing ich dann wieder an zu „werkeln“. Im Jahr 1992 besuchte ich einen Kurs zur Herstellung von Porzellanpuppen und stellte die erste eigene Puppe her. Jetzt wollte ich natürlich meine (mittlerweile 2) Söhne als Porzellanpuppe modellieren. Leider braucht man hierfür sehr hohe Brenntemperaturen und niemand wollte mir meine Eigenkreationen brennen. So kaufte mir meine Mann eine komplette Ausrüstung für Keramik und Porzellan inclusive Brennofen. Er war es auch, der mich dann in die erste Ausstellung meiner Arbeiten drängte – ich wollte meine Sachen partout nicht an die Öffentlichkeit bringen, da meine Arbeiten meinen eigenen Qualitätsansprüchen absolut nicht genügten. Nun, die Ausstellung wurde ein voller Erfolg – die Sachen fanden reißenden Absatz.

Davon ermutigt, nahm ich regelmäßig einmal jährlich in Bartenbach und Geislingen an Hobbykünstler- und Kunsthandwerkerausstellungen teil. Neben der Keramik und den Puppen hatte ich die Seidenmalerei angefangen und verkaufte auch selbstgemalte Seidentücher.

Jetzt wurde es auch nötig, das Hobby gewerblich anzumelden, da die Einnahmen die erlaubten Grenzen überschritten.

Anfang 1999 fiel mir dann in der Stadtbücherei ein geniales Buch in die Hände: Betty Edwards – jeder kann zeichnen lernen.

Ich wollte eigentlich nur meine Seidenmalerei etwas ausbauen und mehr nach eigenen Entwürfen als nach Vorlagen arbeiten.

Das Buch verlangte aber, dass ich mit Bleistift auf Papier zeichnete, was mir doch in meiner Schulzeit so vergällt wurde.

Aber ich habe mich durchgekämpft und die Übungen im Buch nachvollzogen. Und siehe da, plötzlich machte es „klick“ und ich konnte auf einmal zeichnen, was ich vor mir sah und nicht die Symbolzeichnungen, die damals in der Schule verlangt wurden. (Ein Haus ist IMMER ein Quadrat mit einem Dreieck drauf, und bitte nicht über die Linien malen!)

Zugegeben, ich male (auch heute noch) nicht perfekt. Bei den Aktbildern würden die Modelle vermutlich ihr Gesicht nicht erkennen und vielleicht stimmen auch die Proportionen noch immer nicht ganz hundertprozentig. Aber immerhin ist es ein Mensch mit Licht und Schatten und nicht ein Strichmännchen. Deshalb male ich auch nach Fotos und nicht nach Modellen. Fotos können nicht beleidigt sein. Bei den Blumen und Stilleben male ich häufig auch nach den richtigen Objekten J.

Na ja, wie auch bei den Keramikarbeiten habe ich auch meine Bilder zuerst im stillen Kämmerlein und nur für mich selbst gemalt. Zuhause wurde auch nur einzelnen besonders gelungenen Bildern die Ehre zuteil, einen Rahmen zu bekommen und an die Wand zu dürfen. Schließlich wollte ich mich nicht von meinen Bekannten und Verwandten auslachen lassen...

Aber auch hier fanden die Bilder immer gute nette Worte von Seiten der Betrachter. Aber mal ehrlich, die Bekannten werden wohl immer höflich sein und ein Werk "nett" finden, nicht wahr?

Dann bekamen wir Internet – mein Sohn ist ein Computerfreak und brauchte das einfach.

Hier entdeckte ich ebay. In der Anonymität des Internets hatte ich den Mut, meine Bilder zum Verkauf anzubieten. Das sollte der Test für meine Bilder sein. Wenn irgend jemand bereit ist, Geld dafür auszugeben, dann ist das Bild nicht ganz schlecht geworden - mehr als nur die Höflichkeit der Bekannt- und Verwandtschaft. Der Erfolg bei ebay veranlasste mich dann dazu, eine eigene homepage zu erstellen und nun auch mit Namen und Adresse hinter meinen Bildern zu stehen.

Mittlerweile (seit Mitte 2000) bin ich ganz in das Lager der Maler gewechselt. Hier finde ich am besten den Ausgleich zum Beruf und kann mich beim Malen ganz in das Werk „verlieren“. Ich vergesse dann Raum und Zeit. Jedes gelungene Bild motiviert zum Nächsten und die vielen netten e-Mails bestätigen mich, weiterzumachen. Natürlich auch weiterzulernen. So probiere ich immer wieder neue Techniken aus – mal lasierend, mal pastos. Ich bin bei Weitem noch nicht zufrieden und arbeite daran, besser zu werden. Ein Trost ist mir dabei, dass auch große Maler ihrer Zeit meistens an ihren eigenen Werken etwas auszusetzen hatten.

Fotografie:

Um meine Gemälde in ordentlicher Qualität ins Internet setzen zu können, habe ich mir Ende 2002 eine Digitalkamera zugelegt. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass das Fotografieren mit so einer Digi mächtig Spaß macht. Die sofortige Bildkontrolle und die gegenüber meiner analogen Spiegelreflexkamera weitaus brillianteren Farben machen richtig Laune. So kam ich sehr schnell darauf, dass ich nicht nur die Fotos für die Homepage, sondern auch meine Malvorlagen selbst erstellen kann, wenn ich mich ein klein wenig mit Blende, Zeit und Weißabgleich befasse. Ein großer Dank gilt hier an die Fotografen der www.fotocommunity.de die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Die Technik ist auch heute noch beim Fotografieren nicht meine starke Seite - meist muss ich noch ein wenig mit Corel Photo Paint nacharbeiten, um das Ergebnis zu erzielen, das ich im Kopf habe. Vor allem bei den Aktfotos stößt meine Casio QV 3500 EX häufig an ihre Grenzen, weil hier doch sehr starke Kontrastunterschiede vorliegen und weil sie bei schwarzem Hintergrund teilweise die Mitarbeit verweigert, sprich nicht mehr automatisch scharfstellt ;). Seit März 2006 freue ich mich nun aber an einer digitalen Spiegelreflexkamera: Der Canon 350D.

Malerei:                  1999     Bleistiftzeichnungen und Aquarell/Tusche,

                             2000     Acrylfarben dazugenommen,

                             2001     erste Bilder in Öl

Fotografie:              2002     Fotokunst und Bildbearbeitung

Wolle und Textil:     2006     spinnen, stricken, Textilarbeiten

 

2006/2007: Ich beschäftige mich zur Zeit mit Fasern und allem möglichen, was damit zu tun hat.

Wolle, stricken, spinnen (so richtig mit Spinnrad, nicht das was Sie jetzt dachten), ab und an auch filzen. Wenn Sie Interesse haben: Links finden Sie den Weg zu meinem Handarbeitsblog.

 

Sollten Sie sich durch den vielen Text bis hierher durchgekämpft haben, dann möchte ich mich recht herzlich für die viele mir geschenkte Zeit bedanken :-)